Törnberichte


MIT  DER  YACHT   INS  SEENLAND

Seenland "Das Magazin der Mecklenburgischen Seenplatte" 2002
Bericht: Sebastian Weiß/Fotos: Seenland

Dieses Jahr wollten wir uns etwas ganz besonderes gönnen:
Mit der Yacht durch Berlin und dann aus der Hektik der Stadt auftauchen in der unbeschreiblichen Ruhe der Seenplatte.
Die Aussicht auf diese Reise hält uns schon Wochen vorher in gespannter Erwartung. Wie wird es sein, durch den Dschungel der Großstadt mit seinem Boot zu schippern, den Leuten in den Cafès fröhlich zuzuwinken und an Brücken seemännisch zu Grüßen?
Wie jedes Jahr haben wir uns für eine Fahrt im Spätsommer entschlossen, da man in dieser Jahreszeit von aufgewärmten Seen ausgehen kann. Und eins war uns von vornherein klar: Diesmal mußte es auch ein Badeurlaub werden, mit Sprüngen Achtern über in das kristallklare Wasser der Seen.

Am 27. Juli ist es dann endlich so weit, wir stechen in See. Doch immer der Reihe nach. Bevor es losgeht gehören natürlich einige Vorbereitungen dazu. Gute Routenplanung und die Auswahl des richtigen Proviants, nicht nur in kulinarischer Sicht, sind wichtig. Die letzten Ausgaben von Seenland und ein ergänzender Reiseführer werden ausgiebig studiert. Aber auch der Geist, der sich während dieser Fahrt so wunderbar ausspannen kann, muß sein Vergnügen haben, also packen wir gute Literatur zum Schmökern ein.
Generell empfiehlt es sich immer, den Grundbedarf an Lebensmitteln, wie etwa Butter und Salz, schon mit auf das Boot zu nehmen. Nicht immer bieten sich an den Anlegestellen Einkaufsmöglichkeiten und doch ist es all zu verlockend, abends noch auf einem See seinen Anker zu werfen anstatt in einen Hafen einzulaufen.
Der seit Jahren berühmte Service unseres Charterunternehmens "Chartertours Yachtcharter" bestätigt sich auch wieder in diesem Jahr. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Basisleiter im Wassersportzentrum Berlin, folgt die Einweisung in "unser" Schmuckstück: Die Linssen 38 SC mit dem schönen Namen "Cornelia".

Auch wenn wir uns schon in den letzten Jahren an dem unbeschreiblichen Gefühl des Reisens auf diesen Luxusschiffen erfreuen durften, so erleichtert uns die folgende Einweisung doch etwas von den Anspannungen, die man nach einem Jahr Pause wieder am Steuer eines solchen Schiffes verspürt. Schnell legt sich das mulmige Gefühl: Das akkurate Ruder der Linssen erfreut uns einmal mehr. Die Bugsschraube betätigen wir nur sehr selten. Das Schiff läßt sich sicher steuern!
Und nach gut einer Stunde fühlt sich jeder wieder auf dem Boot wie zu Hause.

  
Und auf geht es: Zuerst einmal die Spree hinauf durch den grünen Treptower Park. vorbei am berühmten Biergartenlokal "Zenner", das die Berliner und ihre Gäste schon seit Ende des 19. Jahrhunderts ans Wasser zieht. Dann endlich erblicken wir die Warschauer Brücke und durchfahren damit das eigentliche Tor zur Großstadt. Alle drei Minuten sausen gelbe Blechschlangen (die U-Bahn als beliebtestes der Berliner Verkehrsmittel) über sie hinweg.
Wir gleiten mit unserer Yacht mitten durch das Herz der Hauptstadt. Was für ein Erlebnis! Doch hier auf dem Wasser  fließt alles gemächlich an uns vorbei, keine Staus, keine Hektik.

Es folgt nach einer kurzen Schleusung an der Mühlendamm Schleuse, Berlins Zentrum der Macht (Bild rechts Bundeskanzleramt - Blick vom Wasser). Wir ziehen vorbei am Palast der Republik und dem Berliner Dom, der Museumsinsel und kurz danach an den Bundesbauten mit den Höhepunkten Reichstag und Kanzleramt. Doch ist man erst einmal am gläsernen Koloß des Innenministeriums vorbeigerauscht, dann macht sich eine weite Leere breit. Wir gleiten zwischen einem grünen Band durch den Rest Berlins und nehmen kaum noch unsere Umgebung wahr. Mittlerweile ist es auch schon später Nachmittag und wir geben Gas um noch rechtzeitig zu unserem Nachtanleger im Segel-Club-Spandau (Bild links) zu gelangen. Schon in der Abenddämmerung kommen wir am Clubgelände an und treffen dort auf ein überaus hilfreiches Vereinsmitglied. Freundlich werden wir in die guten Sanitären Einrichtungen eingewiesen und bekommen die Schlüssel für das Clubgelände überreicht. Unser Fazit: Sehr unkomplizierte und freundliche Segler, an deren Steg zu Recht das Zeichen der Gelben Welle angebracht ist. Hier sind Gastlieger jederzeit willkommen.

Eine kleine Delegation wird am nächsten Morgen zum Brötchen holen geschickt. Nach 20 min Irrweg durch die angrenzende Kleingartenkolonie, finden sie dann auch endlich einen Bäcker in der Niederneuendorfer Allee.
Um 10 Uhr laufen wir schließlich aus und legen erst mal den Hebel auf den Tisch, um möglichst zügig das trostlose Stück unserer Fahrt hinter uns zu bringen: Die Fahrt zwischen Henningsdorf und Zehdenick auf dem Oder-Havel-Kanal. Trostlose Landschaft und Industriebauten rechts und links der Strecke, da heißt es nur, die Vorfreude auf die eigentliche Seenplatte zu erhalten. Die Strecke verleitet zum zu schnell fahren, trotz der großen Versuchung halten wir uns zurück, was sich angesichts der wartenden Wasserschutzpolizei als nicht nur ökologisch sinnvoll herausstellt! Ab Zehdenick ändert sich die Strecke jedoch merklich, beidseitig befinden sich nun Zeugen des Tonabbaus in dieser Region in Form von Wasserflächen. 
Unser abendlicher Anleger befindet sich dann idyllisch gelegen in einem kleinen Hain an Backbord: Der Wasserwanderrastplatz des Ziegeleipark Mildenberg.
Das Hafenbecken mit ausreichend Gastliegeplätzen und sehr guten modernen Sanitäranlagen mit Waschmaschine, Trockner und angrenzender Küche beeindruckt uns. Ein "Tante Emma Laden" erfüllt die kleineren Wünsche vor Ort. Für Wasserwanderer befinden sich ein kleiner Campingplatz neben dem Hafen. Die 20 Liegeplätze an den Stegen sind mit Münzautomaten für Wasser und Strom ausgestattet. Eine Fäkalienentsorgung und eine mobile Tankstelle sind bei Bedarf einsatzbereit. Führerscheinfreie Boote und Paddelboote stehen zur Vermietung bereit. In der angrenzenden Gaststätte "Havelblick" lassen wir abends bei einem kühlen Blonden unsere Fahrstrecke Revue passieren.
Am nächsten Morgen entschließen wir uns zu einem Besuch des Ziegeleiparkmuseums. Strahlender Sonnenschein begleitet uns auf unserer Fahrt mit der Museumsbahn durch die Ausstellung zur Entstehung der Ziegelei und zum Ausbau des Tons hier in Mildenberg, aus dem weite Teile Berlins erbaut worden sind.
Auch die zweite Nacht verbringen wir sicher im geschützten Hafen des Ziegeleiparks. Voller Tatendrang planen wir schon unseren nächsten Tagestörn nach Templin. Was folgt, ist eines unserer schönsten Stücke auf der Havel. Auf kurviger Strecke erreichen wir am frühen Nachmittag die Schleuse Kanneburg. Bei sengender Sonne helfen wir dem Schleusenwärter beim mechanischem Schleusen und starten durch bis zum Röddelinsee. Bei solch einem Sonnenschein muß geschwommen werden. Mit unserem Tiefenmesser und der amtlichen Wasserkarte haben wir uns vorher vergewissert, daß sich die Stelle zum Ankern und Wasserspringen eignet, denn wir wollen natürlich Verletzungen vorbeugen.
Alles in Ordnung. Wir werfen Anker und genießen das Vergnügen vom Boot ins Wasser zu springen. Leider vergessen wir etwas die Zeit. Es ist mittlerweile halb fünf und wir müssen noch etwas Proviant in Templin bunkern. Also alle wieder an Bord und Kurs auf Templin gesetzt.
Der Kanal in Richtung Templin entpuppt sich als schmales Gewässer, in dem sehr langsam und vorsichtig gefahren werden muß. Mit dem Blick immer wieder auf dem Tiefenmesser erreichen wir nach aufregender Fahrt Templin. Am kleinen Anleger machen wir fest und zwei unserer Mannschaft sprinten hinauf in die Stadt. Wir anderen machen das Boot fertig zum Landgang.
Templin beeindruckt durch seine intakte Stadtmauer mit den für Ausstellungen genutzten Stadttoren, dem malerischem Stadtkern und der stolzen Kirche, deren hoher Turm auch bestiegen werden kann. Nach einem Rundgang und den nötigen Einkäufen verlassen wir Templin wieder, nicht ohne uns vorgenommen zu haben, diese Stadt und die nahe gelegene Natur-Therme noch einmal länger besuchen zu wollen. Heute Nacht ankern wir auf dem Röddelinsee.
Der nächste Morgen bestätigt uns in dieser Entscheidung. Wir baden im See und genießen unser Frühstück an Deck. Doch wir müssen weiter, haben wir uns doch vorgenommen, heute hinauf bis zum Stolpsee zu schippern, und weiter über Fürstenberg bis nach Priepert. Wir hatten uns wohl etwas zu viel vorgenommen. Die sechs Schleusen bis nach Fürstenberg schaffen wir gerade noch so, doch die Schleuse Steinhavelmühle ist um 20:00 Uhr geschlossen. Nun bereuen wir etwas, an Himmelpfort und Fürstenberg ohne Zwischenstopp vorbeigerauscht zu sein. Gibt es doch in Fürstenberg seit diesem Jahr auch einen neuen Yachthafen und das Kloster in Himmelpfort wollten wir uns schon immer einmal ansehen. Nun sitzen wir hier fest vor der Schleuse Steinhavelmühle. Und noch einmal Kehrtmachen wollen wir auch nicht. Unteer den Bäumen der Wartestelle legen wir an den Pflöcken an und genießen die uns umgebende Stille.
Morgens um 7 Uhr sind wir dann die Ersten, die geschleust werden. Hatte also auch etwas Gutes, unser Übereifer. Noch etwas verschlafen, aber trotzdem voller Erwartung steuern wir auf den Ellenbogensee zu, um dann bei Priepert dem Havelverlauf zu folgen und das schöne Städtchen Wesenberg anzulaufen. Auch heute wieder eine stramme Fahrt. Gegen 16 Uhr laufen wir im kleinen Haven Wesenberg ein. Leider sind alle Plätze belegt, so daß wir bei strammen Wind große Mühe haben, unsere Yacht sicher an einem der Pfosten seitlich der Stege zu vertäuen. Aber mit vereinten Kräften gelingt auch dieses und so sind wir bereit, Wesenberg zu besichtigen.
In Wesenberg befindet sich ein großer Supermarkt außerhalb der Altstadt, etwa 10 Min Fußmarsch von der Anlegestelle entfernt. Nach der Einkaufstour trinken wir noch einen Kaffee am Marktplatz und gehen dann zurück zum Boot. Trotz der hervorragenden Sanitäranlagen im Hafen und der der netten Naturatmosphäre zwischen Kanuten, Seglern und Motorbootfahrern ist unser heutiger Tatendrang noch nicht gestillt. Wir wollen sehen wo der Kammerkanal nach Neustrelitz abzweigt. Unsere Neugierde auf dieses Stück Kanal ist schon sehr groß, war dieser doch für uns Yachtfahrer wegen des geringen Tiefgangs nicht befahrbar. Da dies allerdings ab 2002 wieder möglich sein wird, wollen wir schon einmal den "Eingang" inspizieren. Obwohl es uns reizen würde, schon vorzutesten, wie weit die Ausbaggerung vorangeschritten ist, siegt doch die Vernunft und der Gedanke an unseren Versicherungsschutz und wir drehen am Eingang zum Kammerkanal bei. An einer Bucht des Woblitzsees werfen wir den letzten Anker unseres Törns und genießen noch einmal einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Wasser.
Am nächsten Morgen starten wir nach einem erfrischenden Bad abermals sehr früh und machen uns auf den Rückweg in Richtung Priepert. Dort angekommen navigieren wir in Richtung Schleuse Strassen. Wir planen für den Nachmittag noch einen Badestopp auf dem Pälitzsee ein, was sich als sehr gute Wahl herausstellt. Natürlich bleiben wir wieder viel zu lange im Wasser, so daß wir mit Dampf in den Rohren Richtung Kleinzerlang motoren. Rechtzeitig erreichen wir die Schleuse Wolfsbruch, um zum Abendessen in dem zauberhaften Hafendorf der Marina Wolfsbruch genießen zu dürfen. In der Hafenkneipe planen wir unsere nächste gemeinsame Reise auf der Cornelia, die wir am nächsten Morgen schweren Herzens an die nächsten glücklichen Seefahrer übergeben.


"KNEIPEN AM WASSER"
("boote" Ausgabe 7/01 von Andreas Saal)
Von Potsdam bis Spandau: Gastronomie an der Potsdamer Havel und an der Unteren - Havel - Wasserstraße.
Kleine und Große Gourmettempel gibt es in Berlin ohne Ende - auch am Wasser. Die Qual der Wahl ist groß, und so haben wir schon mal alle Etablissements ausgeblendet, die keinen eigenen Steg vorm Haus haben. Denn wer will nach dem deftigen Berliner Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree und der dazu obligatorischen "Molle mit Korn" noch meilenweit zum Boot laufen? Außerdem: Berliner Nächte sind lang...
Die Berliner Gastronomie bietet vom handfesten Imbiss bis zum Gourmettempel von Internationalem Rang alles, was die Zunge begehrt.
Heute laden wir Sie zu einem Kneipenbummel entlang der Havel ein, der in Potsdam beginnt und in Spandau endet.
Bootshaus Seekrug
Potsdamer Havel
Bootshaus Seekrug: herrlicher Blick Auf die Potsdamer Havel. Hier ist man auf Wasserwanderer eingestellt.

km 21,50 (RU)
- Ein Feststeg für 8 Boote. Wassertiefe 2 m. Der Steg wurde etwas zu hoch gebaut. Skipper mit kleineren Booten sollten auf gute Fenderlage achten.
Auf dem Gelände der legendären Potsdamer Rudergesellschaft betreibt Fam. Müller - Schmidt seit 1997 das Bootshaus Seekrug. Im geschmackvoll restauriertem Gebäude ist seit 1938 Gastronomie zu Haus. Die tolle Lage im Templiner See ist auch unter Bootsleuten schon lange kein Geheimtipp mehr. Von der Großen Terrasse genießt man eine herrliche Aussicht auf die Potsdamer Havel.
Familie Müller - Schmidt serviert eine abwechslungsreiche deutsche Küche: Wie wär`s mit Aal "grün", Dillsauce und Butterkartoffeln? Bei der Hausmannskost stehen Eisbeinsülze mit Bratkartoffeln und Kohlroulade mit Speck-Zwiebelsauce ganz oben auf der Karte.
Anschrift: Bootshaus Seekrug, An der Pirschheide 28, 14471 Potsdam. Telefon 0331/972577.

  

Inselhotel Potsdam - Hermannswerder
Potsdamer Havel
Beim Inselhotel Potsdam - Hermannswerder lockt der Küchenchef mit außergewöhnlichen Spezialitäten.

km 22,80 (LU) - Ein Feststeg mit Ausleger. Wassertiefe bis 2 m.
Das Hotel wurde 1996 auf der Insel Hermannswerder (Templiner See) gebaut. Der Werbeslogan "Wohlfühlen und Wiederkommen" trifft den Punkt. Die Einrichtung des 172 - Betten - Hotels kann man als edel klassifizieren. Ein gepflegter Park, Hallenbad, Sauna, Solarium und Fitnessraum: Alles zum Wohlfühlen.
Im Restaurant "Fontane" oder auf der Seeterrasse wird feinster Gaumenschmaus offeriert.
Küchenchef Arno Schmädicke empfiehlt als Spezialität Jüterboger Senfsuppe, Zander in allen Varianten, Beelitzer Kaninchenragout mit Sanddornsauce und Putenfilet in Haselnusspanade. Und die Desserts? Die Auswahl reicht von Preußischer Marzipanflammeri bis zur Roten Grütze oder Kaffeepudding.
Das Inselhotel ist eine willkommene Abwechslung für Skipper mit kleinen Booten, die nach einem längeren Törn mal wieder in einem richtigem Bett schlafen möchten.
Anschrift: Inselhotel Potsdam-Hermannswerder, 14473 Potsdam. Tel.:0331-23200.

Seehaase
Untere - Havel - Wasserstraße
Der "Seehaase" hat das beste Panorama am Wannsee.

km 11,40 (LU)
- Kleiner Hafen mit mehreren Feststegen für Boote bis 9 x 2,60 m. Größere Boote liegen am Kopfsteg. Wassertiefe 1,70 m bis 2 m. 60 Liegeplätze. Übernachten im Boot ist erlaubt. Preis nach Absprache.
Die Brüder Hans-Joachim und Dieter Haase blicken auf 50 Jahre Familienbetrieb zurück. Ihr Restaurant an der Aussichtsplattform des Flensburger Löwen gehörte zu Berlin wie das Brandenburger Tor. Jeder kennt es. Schon seit vielen Jahren zählte der Seehase zur Institution am Wannsee.
Traurig: Keine Pachtverlängerung für das Restaurant "Seehase".
Rustikale Grillgerichte und Fischspezialitäten mit Bratkartoffeln waren vom Feinsten. Waren? Leider ja! Das Restaurant wird in diesem Jahr geschlossen. Der Hafen und der Kiosk bleiben bis 2004 erhalten. Haase will bis zur entgültigen Betriebsaufgabe den Service am Kiosk erweitern. Es werden Gertränke verkauft und kleine Gerichte wie Currywurst. Steacks oder Bratkartoffeln zubereitet.
Anschrift: Restaurant Seehaase, Am Großen Wannsee 58, 14109 Berlin. 
Telefon: 030-8 05 35 05.

Bolles Bootshaus
Untere - Havel - Wasserstraße
Bolles Bootshaus liegt gleich neben dem Seehaasen.
km 11,40 (LU)
- Kleiner Haven mit zwei Feststegen für Boote bis 8 x 3 m. Gäste liegen am Kopfsteg. Wassertiefe 1,70 m. 40 Liegeplätze.
Bolles Bootshaus liegt direkt neben dem Seehaase. Bootsfahrer schätzen den herrlichen Biergarten mit Sommerblumen und das naturbelassene Umfeld. Von hier kann man immer am See entlang bis zur Glienicker Brücke wandern und Rad fahren.
Pächter sind seit sechs Jahren Anne und Horst Biskup. Beide haben sich auf Fischgerichte spezialisiert. Aber auch frischer Spargel (saisonal), Pilze und zünftige Grillteller stehen auf der Speisekarte. "Schollen verkaufen wir in der Saison gleich zentnerweise"/, berichtet Horst Biskup. "Die Dinger werden uns regelrecht aus den Händen gerissen." Das freut ihn. Wasserwanderern serviert er nach Absprache ein handfestes Frühstück.
Anschrift: Bolles Bootshaus, Am Großen Wannsee 60, 14109 Berlin. 
Telefon: 030-8 05 23 01.

Insel Lindwerder
Untere - Havel - Wasserstraße
Das Restaurant " Insel Lindwerder" bietet ddie schönste Terrasse weit und breit. Inselidylle inklusive.
km 8,10 (LU)
- Mehrere Feststege für alle Bootsgrößen. Wassertiefe 6 bis 6,50 m. 20 Liegeplätze. Übernachten im Boot ist behördlich untersagt.
Beim Betreten des Restaurants kamen wir aus dem staunen nicht heraus. Auf alles waren wir vorbereitet, aber nicht auf einen Wirt mit urbayrischem Dialekt. Und nicht nur seine Aussprache verblüffte uns, sondern auch seine äußere Erscheinung. Der 48-jährige vom Chiemsee vermittelt mit seiner kernigen Figur ein typisch "bayrisches Mannsbild". Eigentlich heißt er Johann Hundhammer, aber das wissen die wenigsten. Hier nennt ihn jeder schlicht "Hans".
Und weil Hans seit 20 Jahren in Berlin wohnt, hat er "seine" Insel voll im Griff. Seine Devise "sind Sie reif für die Insel" PASST WIE Pott zum Deckel.
Wer Ruhe und Erholung sucht kommt an Lindwerder nicht vorbei. "Die Insel hat 
22 000 Quadratmeter geschützte Natur mit 56 Linden, 37 Eichen, 34 Buchen und 28 Birken", erklärt Hans. Hinzu kommen die verschiedenen Büsche, Sträucher, Blumen und jede menge Vogelgezwitscher. Für einen Spaziergang gibt es 1000 Meter "Küste".
Lindwerder mauserte sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Adresse bei Tourenskippern auf dem Wege von und nach Berlin. "Die kommen bei uns gleich in Scharen", sagt Hans. Mehr noch: An jedem Pfingstwochenende wird bei ihm das "Borncruiser - Treffen" veranstaltet. Meistens ankern bei ihm gleich 100 Boote mit 500 Personen.
Sie alle kennen seine gute Küche und die Spezialität des Hauses: Die "Inselpfanne" mit Rostbratwurst, Kasslerbraten, Kotelett, Knödel und Bayrischem Kraut. Längst haben sich auch die zünftigen Grillabende und Sommerfeste auf der tollen Terrasse herumgesprochen. Und das nicht nur bei Bootsleuten, denn auch "Landratten" erreichen die Insel mit einer kleinen Personenfähre.
Anschrift: Restaurant Insel Lindwerder, Havelchaussee, 14193 Berlin.
Telefon: 030 - 8 03 65 84.

Kapitän´s Kajüte
Untere - Havel - Wasserstraße
Bei der Kapitän´s Kjüte finden alle Bootsgrößen einen Liegeplatz.
km 6,00 (RU)
- Ein Feststeg für alle Bootsgrößen. Gäste liegen am Kopfsteg. Wassertiefe 2 m. Hausgäste dürfen kostenlos im Boot übernachten.
Festmachen lohnt: In der nobel eingerichteten Kapitän´s Kajüte verstehen es Werner Pochat und sein Team, die Gäste zu verwöhnen. Dafür sorgt ein ausgesuchtes Angebot an Speisen der gehobenen deutschen Küche. Zudem fühlt man sich hier ganz den maritimen Namen verpflichtet und bringt feine Fischspezialitäten auf den Tisch.
Noch in dieser Saison soll ein schöner Biergarten direkt am Ufer der Havel eingeweiht werden.
Der makellose Service wird durch fünf gut ausgestattete Doppelzimmer ergänzt. Bei einem Landgang sollte man einen gemütlichen Bummel durch den alten Dorfkern von Gatow unbedingt einplanen. Hier geht es wirklich noch "dörflich" zu.
Anschrift: Restaurant Kapitän´s Kajüte, Alt Gatow 23, 14089 Berlin.
Telefon: 030 - 3 61 80 40.

Wirtshaus Schildhorn
Untere - Havel - Wasserstraße
Wirtshaus Schildhorn an der Jürgen Lanke: exquisite Lage und abwechslungsreiche Avantgarde - Küche der Spitzenklasse.
km 5,00 (LU)
- Ein Feststeg zum längsseitigem Anlegen. Der Kopfsteg bleibt dem hauseigenen Fahrgastschiff "MS Schildhorn" vorbehalten. Weitere Anlegemöglichkeiten bestehen am befestigten Ufer. Wassertiefe 1 bis 1,50 m. 5 bis 6 Liegeplätze. Übernachten im Boot nach Absprache.
Das Wirtshaus Schildhorn liegt in einer traumhaft schönen Lage direkt an der Jürgen Lanke. Die "Oase mitten im Grünen" gleicht einem riesigen Park. Und den Biergarten am Wasser überspannen mächtige Kastanien. Im Schildhorn zu verweilen ist schon etwas Besonderes. 
Das nobel eingerichtete Restaurant mit schickem Wintergarten und exklusiver "Avantgarde - Küche" zählen zur gehobenen Klasse. Schon bei der Menüauswahl beginnt das Redezvous der Sinne: Knackige Salatteller gehören ebenso dazu wie Havelzander mit Lauch, Matjesfilet mit französischen Minikartoffeln oder Hirschgulasch mit Preiselbeeren. Für größere Crews werden abwechslungsreiche Menüs und Buffets angeboten. Bei telefonischen Anfragen wendet man sich am Besten an die Veranstaltungsleiterin Sylvia Löhr. Sie organisiert auch exklusive Törns mit dem Hauseigenen Charterschiff "MS Schildhorn".
Anschrift: Wirtshaus Schildhorn, Straße am Schildhorn 4a, 14193 Berlin.
Telefon: 030 - 3 05 31 11.

Alte Liebe
Untere - Havel - Wasserstraße
Nicht zu Übersehen: Die Alte Liebe liegt in Höhe des Pichelsdorfer Gemünds.
km 4,00 (LU)
- Kein Steg. Festgemacht wird längsseits am Schiff. Es gibt solide Poller zum Belegen. Wassertiefe 2,50 m bis 3 m. Übernachten im Boot ist behördlich untersagt.
Sie liegt zu Füßen des Grunewalds östlich des Pichelsdorfer Gemünds, an der Einfahrt zum Stößensee. An der guten "Alten Liebe" vorbei zu fahren, wäre jammerschade, denn für einen Besuch gibt es gute Gründe. Auch die Geschichte der alten Lady: 1912 in Hamburg gebaut und als Elbfähre "Godeffroy" bis Mitte der sechziger Jahre im Fährdienst. Länge 35 m, Breite 7 m. Die Dampfmaschine wurde später durch einen Dieselmotor ersetzt. Anfang der Siebziger wurde sie zum Restaurant umgebaut und zu ihrem jetzigen Liegeplatz geschleppt.
Seit vier Jahren Wirt der Alten Liebe: Marc - Oliver Lüdecke.
Die Einrichtung mit Messinglampen, Schiffsglocke, Messingbeschlägen und Mahagoni ist so richtig knuffig - maritim.
Vor vier Jahren hat Marc - Oliver Lüdecke mit seiner Familie die Alte Liebe übernommen. Die Lüdeckes bemühen sich um den Erhalt des Schiffes und um ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Ihre zünftige deutsche Küche lockt mit Zanderfilet in Sahnesauce, Scholle mit Specksalat und Berliner Sülze. "Der Renner ist unsere Skipperplatte", sagt Lüdecke. "Zu Zander, Lachs und Scholle servieren wir kernige Bratkartoffeln." 
Wir konnten bei unserer Stippvisite nicht widerstehen. Und tatsächlich: Wer sie einmal probiert hat, kommt garantiert wieder.
Anschrift: Schiffsrestaurant Alte Liebe, Havelchaussee 107, 14055 Berlin.
Telefon: 030 - 3 04 82 58.

Werft - Casino
Untere - Havel - Wasserstraße
Zählt in Berlin zur Institution am Wasser: das legendäre Werft - Casino.
km 3,70 (LU)
- Mehrere einfache kleine Feststege. Wassertiefe 0,80 bis maximal 1 m. Übernachten im Boot nach Absprache.
Das gesamte Anwesen hat einen einfachen, aber total urigen Charakter. Und es hat Tradition, denn das Gartenlokal existiert bereits seit 40 Jahren. Pächter ist Familie Block. "An lauen Sommerabenden geht bei uns die Post ab", sagt Kellnerin Barbara Hundeck. "Dann kommen die Bootsleute gleich im Rudel und liegen in Päckchen." Idyllisch unter großen Bäumen sitzen und bei Lampions und Life - Musik das tolle Panorama auf den Pichelssee genießen - das ist es, was die Gäste animiert. Und wenn Nachts so richtig schön gebechert wurde, lockt morgens ein zünftiges Frühstück. Und das alles zu moderaten Preisen!
Anschrift: Gartenlokal Werft - Casino, Pichelswerder Süd, 13595 Berlin.
Telefon: 030 - 3 62 42 86.

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